Mitarbeiter eines Anlagenbauers arbeiten an einem Gasbrennkessel | Bildquelle: dpa

Weniger Schwung Zuversicht der Wirtschaft sinkt

Stand: 27.12.2018 08:10 Uhr

Viele deutsche Unternehmen rechnen auch für das kommende Jahr mit besseren Geschäften - doch Schwung und Tempo lassen nach. Vor allem in exportorientierten Branchen wächst die Skepsis.

Handelskonflikte und die Abkühlung der Weltkonjunktur dämpfen den Optimismus der deutschen Wirtschaft. Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beurteilen 21 von 48 Wirtschaftsverbänden die gegenwärtige Lage schlechter als im Vorjahr. Im vergangenen Jahr waren es zum Jahreswechsel nur zwei.

Vor allem in exportorientierten Industrieunternehmen ist die Skepsis gewachsen - konsumnahe Branchen sind dagegen zuversichtlich.

"In der Weltwirtschaft ist zunehmend Sand im Getriebe. Dafür sorgen die Konflikte zwischen den USA und China sowie die Zweifel, die US-Präsident Donald Trump an der multilateralen Ordnung säht", sagte Michael Hüther, Direktor des arbeitgebernahen IW, der Nachrichtenagentur dpa.

Auch in Europa gebe es Verunsicherung, erläuterte er mit Blick auf den Brexit, die Proteste der "Gelbwesten" in Frankreich und den Kurs der Regierung in Italien.

Ein Mann arbeitet auf einer Baustelle | Bildquelle: dpa
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Die Bauwirtschaft profitiert voraussichtlich von der robusten Konjunktur im Inland.

Bau und Handwerk im Aufwind

Deutlich bessere Geschäfte erwarten der Umfrage zufolge im kommenden Jahr lediglich die Bauindustrie und das Handwerk. Mit leichten Zuwächsen rechnen unter anderem der Maschinenbau, die Automobil- und Elektroindustrie, die Chemieindustrie und Teile der Dienstleistungswirtschaft.

Von einem leichten Rückgang gehen beispielsweise die Eisen- und Stahlindustrie, der Bergbau sowie Banken und Volksbanken aus.

Mehrheit optimistisch

Insgesamt rechnen 28 Verbände mit steigender Produktion. Zum Jahreswechsel 2017/2018 waren es noch 33. Die Zahl der Verbände mit schlechteren Geschäftsperspektiven stieg von zwei auf zehn. Weitere zehn rechnen mit dem gleichen Produktions- oder Umsatzniveau.

Alles in allem stellten die Optimisten immer noch eine deutliche Mehrheit, so das IW. Die deutsche Wirtschaft werde auf Wachstumskurs bleiben. Der Schwung dürfte jedoch spürbar niedriger ausfallen als in diesem Jahr.

Beschäftigung auf Rekordwert

Die ohnehin schon gute Lage auf dem Arbeitsmarkt dürfte sich dennoch weiter verbessern. Bauwirtschaft und Handwerk wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Auch Autobauer, Maschinenbauer und Speditionen planen mit mehr Beschäftigten.

Einen Stellenabbau dürfte es hingegen in der Finanz- und Versicherungswirtschaft geben. "Alles in allem wird die Beschäftigung in Deutschland im Jahr 2019 einen neuen Rekordwert anpeilen", erläuterte das IW.

Internationale Organisationen und Wirtschaftsforschungsinstitute, darunter auch das IW, hatten zuletzt ihre Konjunkturprognosen für Deutschland gesenkt. Die deutsche Wirtschaft bleibt demnach auf Wachstumskurs, verliert aber an Tempo.

Deutsche Wirtschaft sieht verhalten ins neue Jahr
tagesschau 12:00 Uhr, 27.12.2018, Carsten Schabowsky, WDR Köln

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Dezember 2018 um 09:00 Uhr.

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