Ein Verkäufer hält Fleisch in der Hand.  | Bildquelle: dpa

Zweitgrößter Konzern entsteht Fleischhersteller dürfen fusionieren

Stand: 20.11.2019 11:50 Uhr

Die Fleischfabrikanten Kemper und Reinert dürfen fusionieren. Laut dem Bundeskartellamt gibt es auch nach dem Zusammenschluss für Abnehmer und Lieferanten "hinreichend Alternativen".

Das Bundeskartellamt hat den Fleischwarenanbietern Kemper und Reinert grünes Licht für die Fusion zum zweitgrößten Fleisch- und Wurstwarenhersteller Deutschlands gegeben. "Auch nach der Fusion gibt es für Abnehmer und Lieferanten noch hinreichende Alternativen", begründete der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, den Schritt.

Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro

Das neue Unternehmen mit dem Namen "The Family Butcher" wird einen Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro haben. Größer ist in Deutschland nur noch die Tönnies-Gruppe. Auch gemeinsam kommen Kemper und Reinert nach Angaben der Wettbewerbsbehörde aber lediglich auf Marktanteile zwischen zehn und 20 Prozent.

Angesichts der hohen Nachfragemacht der Lebensmitteleinzelhandelskonzerne wie Edeka, Rewe oder Kaufland, die zum Teil sogar über eigene Fleischwerke verfügten, sei das nicht besorgniserregend, betonte Mundt. Hinzu komme, dass es trotz des seit Jahren andauernden Konzentrationsprozesses in der Branche auch weiterhin eine ganze Reihe größerer mittelständischer Fleisch- und Wurstwarenhersteller gebe, die für Wettbewerb sorgten.

Rund 2600 Beschäftigte

Kemper hat seine Unternehmenszentrale im niedersächsischen Nortrup, Reinert im nordrhein-westfälischen Versmold. Die Inhaber-Familien Kühnl und Reinert werden nach früheren Angaben je die Hälfte der Anteile des neuen Unternehmens halten. In den neun gemeinsamen Werken sollen rund 2600 Beschäftigte arbeiten.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 20. November 2019 um 15:39 Uhr.

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